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Auf Grund der großen Nachfrage möchten wir hiermit nochmals darauf hinweisen, dass ab sofort

keine Veranstaltungen

durch die Ordensburg-Gilde organisiert werden, da die Ordensburg Liebstedt an einen privaten Investor verkauft wurde.

 

 

 Die Ordensburg-Gilde e. V. ist ab 28.2.2017 nur noch über folgende

E-Mail-Adresse zu erreichen:

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Nach wiederholten Anfragen zu Veranstaltungsterminen 2017 auf der Burg in Liebstedt möchte die Ordensburg–Gilde nochmals die folgende Klarstellung zur Information abgeben:

  • Am 02.12.2016 hat der Haushalts- und Finanzausschuss des Thüringer Landtages den Verkauf der Ordensburg Liebstedt an eine Investorengruppe um die Toskana World GmbH / Familie Böhm Schneider beschlossen.
  • Die Ordensburg–Gilde hatte im Vorfeld wiederholt und öffentlich erklärt, dass eine Zusammenarbeit mit einem privaten Investor aus inhaltlichen und vor allem satzungsrechtlichen Gründen nicht stattfinden wird.
  • Folgerichtig hat die Ordensburg–Gilde e.V. noch im Dezember 2016 alle mit ihr bestehenden Verträge, mit den oft langjährigen Partnern und alle Vorverträge zu geplanten Veranstaltungen in 2017 gekündigt.
  • Anfang Januar 2017 erfolgte die schriftliche Kündigung des Mietvertrages durch die LEG Thüringen mit einer Frist zum Auszug bis zum 28.02.2017. Deshalb ist die Gilde derzeit vollauf damit beschäftigt, die durch sie genutzten Gebäudeteile einschließlich der Ausstellungen zu beräumen.

Seitens der neuen Eigentümer wurde wohl die Durchführung von einigen geplanten Veranstaltungen dennoch zugesagt.

Dies hat jedoch nichts mehr mit der Ordensburg–Gilde e.V. Liebstedt zu tun.

Die Verantwortung für z. B. die Durchführung der geplanten Frauentagsfeier am 8. März liegt allein und ausschließlich beim Veranstalter und den neuen Eigentümern.                  

 

 

Petition und Wissenswertes

 

 

 

 

 Rot-Rot-Grün verhindert gründliche Befassung mit Verkauf der Ordensburg 

  

Es war einmal …

… so fangen viele Märchen an und meist haben sie auch ein Happy End.

Nicht so die Ordensburg Liebstedt, deren Schicksal sich am 2. Dezember 2016 durch eine übereilte Entscheidung des Thüringer Finanzministeriums besiegelte und dem einheimischen Verein, der Ordensburg-Gilde e. V., nach 25 Jahren gemeinnütziger Tätigkeit, unzähligen Stunden ehrenamtlichen Bürgerengagements, in diversen Programmen des Arbeitsamtes und mit mehr als 2,5 Mio € an Zuschüssen durch Spenden, Eigenmittel und Fördergelder für die Sanierung in und um die Ordensburg eine Ohrfeige versetzte. Für ihre Bemühungen wurden Mitglieder der Ordensburg-Gilde mit mehreren Ehrenamtsauszeichnungen, der Kulturnadel und dem Denkmalpreis des Freistaates Thüringen geehrt. Ist das jetzt als Farce zu sehen oder gibt es tatsächlich Menschen die Ahnung haben und das Engagement tatsächlich zu schätzen wissen? Herr Ramelow gehört ganz sicher nicht dazu. Er hat es bis heute versäumt, sich vor Ort ein Bild vom Zustand der Ordensburg, von den Ausstellungen usw. zu machen. Logisch, man kennt sich. Vielleicht hofft man hier auf einen größeren Wahlzuspruch durch die Schneider/Böhm-Gruppe als durch den kleinen Ort Liebstedt.

Lassen wir die Geschichte zur Erinnerung noch einmal Revue passieren.

Die Ordensburg Liebstedt ist die letzte und einzig noch komplett erhaltene Kreuzritterburg des Deutschen Ritterordens in Mitteleuropa, mit einem 500 Jahre alten Sitz (Komturei) des Deutschen Ordens. Sie ist das einzige unter Schutz stehende (1956) Flächendenkmal des Deutschen Ordens in Thüringen mit einem Areal von ca. 4 ha, die letzte und größte Durchgangsburg in Europa, die ihre hierfür typischen Merkmale bis in unsere Zeit erhalten hat. Die Ordensburg wurde auf einer Fernhandels- und Pilgerstraße (Meridianstraße, Nord/Südachse) von Hamburg nach Venedig errichtet (die Straße besitzt eine Nutzung vom Neolithikum bis zum 19. Jhd.). Sie ist die einzig erhaltene Niederungsburg in Deutschland, die noch in Teilen ein komplett erhaltenes Dreifach–Graben–Wallsystem zur Sicherung der Vor- und Kernburg besitzt, das die Ortslage Liebstedt mit einbezog. Hier war ein früher Einsatzort der norddeutschen Backsteingotik in Mauerwerk- und Gewölben in Thüringen, wobei die Gebäude der Kernburg zwar Veränderungen durch die Jahrhunderte ihres Bestehens hindurch erfuhren, die Wahrnehmung ihrer Substanz wird jedoch bestimmt durch die Bauphasen der Spätgotik und Renaissance.

Auch gab sie Schutz und Herberge den Händlern, Handwerkern und Pilgern sowie Pflege der Kranken im Hospital.

Momentan konnten folgende Ausstellungen besichtigt werden bzw. waren in Vorbereitung befindlich:

  • „Der Deutsche Orden – Ballei Thüringen“,
  • „Die heilige Elisabeth von Thüringen – Das Wunder lebt“,
  • „1806 – Napoleon Feldzug in Thüringen“
  • ab 2017: Sammlung "Das Marienbild auf Siegeln im Wandel der Zeit"

Da die Fachwelt hohes Interesse zeigt, werden diese anerkannten Ausstellungen dann in anderen Objekten des Deutschen Ordens bzw. auch in anderen Bundesländern präsentiert.

Auch entfallen damit alle wirtschaftlichen Alleinstellungen, wie z. B. das auf die Gilde ausgestellte Brenn- und Braurecht.

 

 

Burghochzeit auf der Ordensburg Liebstedt

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